Michel François
Presseinformation
Wir freuen uns, die Präsentation der neuen Arbeit „Déjà–vu (newspaper)“ von Michel François anzukündigen.
Michel François hat sich seit den 80er Jahren durch eine einzigartige Arbeitsweise hervorgetan. Ausgehend von seinem skulpturalen Ansatz entwickelte er einen sehr persönlichen Zugang zur Fotografie und Installation, was ihm erlaubt, sein künstlerisches Material in immer
neue Bezugssysteme zu setzen und ein extrem komplexes Werk entstehen ließ.
Zu den wichtigsten Einzelpräsentationen der letzten Zeit gehörten u.a. die Ausstellung im Espace Vox, Quebec, Kanada, in der Galleria d’Arte Moderna in Bologna, Italien, im Westfälischen Kunstverein Münster und
in der Ursula-Blickle-Stiftung, Kraichtal.
Bemerkenswerte Auftritte hatte er in der Kunsthalle Bern und im Haus
der Kunst, München (2000), auf der 48. Biennale von Venedig (1999), wo er Belgien repräsentierte, auf der International Biennale Istanbul (1997) und im Witte de With Center for Contemporary Art in Rotterdam (1997).
Im Mai diesen Jahres präsentiert die De Pont Stiftung für zeitgenössische Kunst in Tilburg,NL, Michel François in einer Einzelausstellung.
„Déjà-vu (newspaper)“ ist im September 2003 während Michel Francois’ Aufenthalt als Professor im Research Program des CCA, Center of Contemporary Art in Kitakyushu, Japan, entstanden.
Ein steter Tropfen lässt die Tagespresse auf dem Tisch in Tinte ertrinken. Durch eine Türöffnung in der Wand wird das exakt gleiche Szenario noch einmal gegeben. Wie Alice hinter den Spiegeln sind auch wir in der Lage, den Raum jenseits unserer Wahrnehmungsgrenze zu betreten – und stellen fest, im Gegensatz zu Alice, dass er sich in nichts von seinem Gegenüber unterscheidet.
Einmal mehr recherchiert Michel François auf dem Feld der Wahrnehmung und ihrer Grenzen. Als wahrhaft zeitgenössischer Skulpteur arbeitet er am Verhältnis zwischen Innen und Außen, zwischen realem und mentalem Volumen. In der präzise gesetzten Gruppierung von Objekten gibt er dem Betrachter eine Versuchsanordnung zum casus „déjà-vu“ – und öffnet mittels dessen aktiver Präsenz das Spektrum zu einem endlosen Zirkelschluss auf räumlicher, zeitlicher, auf physischer und mentaler Ebene.
Michel François (geboren 1956) lebt und arbeitet in Brüssel.