Julie Mehretu
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Presseinformation
20 Januar – 20. März 2004, Dienstag – Samstag, 11 – 18 Uhr

Wir freuen uns sehr die erste Einzelausstellung von Julie Mehretu in Deutschland ankündigen zu können. Erstmalig zeigt die Künstlerin gleichzeitig Malerei, Zeichnungen und eine großformatige, vor Ort gefertigte Wandzeichnung in einem Raum.

Julie Mehretus Arbeiten sind gleichermaßen hochgradig emotionale sowie auch analytische Kommentare zum Zustand der Welt am Beginn des 21. Jahrhunderts. Ihre faszinierend vielschichtige Bildsprache arbeitet mit Versatzstücken von Graffitis, Comics und Tattoos, mit architektonischen Zeichnungen, Grundrissen von Flughäfen und Stadtplänen. Es entstehen mehrschichtige Bildwelten, auf denen historische wie auch fiktive Landschaften miteinander kollidieren, sich oftmals gar explosiv zu entladen scheinen. „Ich bin interessiert an den vielseitigen Ebenen von Ort, Raum und Zeit, auf denen die Ausformungen persönlicher und gesellschaftlicher Identitäten aufeinander prallen“. In ihrer neuen Serie von Zeichnungen „drawings (imperial constructions)“ verzichtet sie erstmals auf die Verwendung vorgefertigter Elemente zugunsten einer freien Geste, die Sie in der großformatigen Wand-zeichnung nochmals steigert. Mit der Inszenierung verschiedener Medien und Formate intensiviert die Künstlerin die den Einzelarbeiten eigenen energetischen Zustände und Distanzen.

Julie Mehretu lebt und arbeitet derzeit in New York. Sie wurde in Addis Abeba, Äthiopien geboren, ist in East Lansing, Michigan aufgewachsen und wurde in Providence, Rhode Island, und Dakar, Senegal ausgebildet. Seit 1995 wurden Mehretus Arbeiten in zahlreichen nationalen und internationalen Gruppenausstellungen in namhaften Institutionen gezeigt, im P.S.1. Contemporary Arts Center, New York (2000), im Museum of Modern Art New York (2002) und im Walker Art Center, Michigan, in der Ausstellung „Painting an edge of the world“ (2001) präsentiert. 2002 erhielt sie das Walker Visual Arts artist-in-residence. Die Ausstellung „Drawing into painting“, in der selben Institution, war ihre erste Einzelausstellung in einem amerikanischen Museum (2003). Julie Mehretu war Teilnehmerin der Istanbul Biennial 2003 und ist zur Whitney Biennial 2004 eingeladen.
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