Aernout Mik

Presseinformation
Aernout Mik | Vacuum Room
13. September – 29. Oktober 2005, Dienstag bis Samstag, 11-18 Uhr
Eröffnung: Samstag, 10. September, 18 Uhr

carlier | gebauer eröffnet am 10. September zwei neue Einzelausstellungen. Neben einer Auswahl aktueller Arbeiten von Marko Lehanka (Bogen 51) präsentieren wir mit Vacuum Room (2005) die jüngste Videoinstallation des niederländischen Künstlers Aernout Mik (Bogen 52).
 
Aernout Mik (*1962) hat bereits in zahlreichen europäischen Kunstinstitutionen ausgestellt, international wurden seine Arbeiten u. a. auf den Biennalen in Saõ Paolo (1991 und 2004), Venedig (1997 und 2001), Melbourne (1999) und Istanbul (2003) gezeigt. Seit 2003 ist Mik zunehmend auch in den USA mit Einzelausstellungen vertreten, zuletzt etwa im New Museum in New York und im Museum of Contemporary Art in Chicago (2005). Miks Werk ist derzeit auf der inSite_05 in San Diego/Tijuana und im Museum Kunst Palast in Düsseldorf zu sehen und wird darüber hinaus einen Schwerpunkt unserer Präsentation auf der diesjährigen Frieze in London bilden.
Miks Installationen verbinden Performance und Skulptur, bewegte Bilder und architektonische Elemente in begehbaren Environments, die den Besucher zwischen den verschiedenen erfahrbaren Dimensionen von ‚Realität’ in der Schwebe halten. Neben der Faszination des Bildhauers für Masse und Raum sind es die soziale Dynamik von Gruppen, die labilen Beziehungen zwischen Körpern, Gesten, Verhalten und Umwelt, die Mik interessieren.
Vacuum Room (2005), eine Koproduktion des Argos in Brüssel und des Centre pour l’image contemporaine in Genf, zeigt Szenen einer politischen Versammlung zwischen Chaos und Stase, die vordergründig durch das Eintreffen einer Gruppe junger Protestler in ihrer Kohäsion gestört und von Auflösung bedroht wird. Die Bilder aus dem Konferenzraum stammen von sechs im Saal verteilten, simultan laufenden Überwachungskameras und werden in der Ausstellung synchronisiert als lebensgroße Projektionen zu sehen sein. Hier wie in anderen Arbeiten Miks macht die Abwendung von klassischen Erzählkonventionen des Kinos und der Verzicht auf jegliche akustische Untermalung durch Dialog und Sound die Effekte menschlichen Verhaltens in ihrer ganzen Ungereimtheit und abseits von psychologischen oder rationalen Erklärungsmustern sichtbar.

Für ausführliche Presseinformationen und Fotos können Sie uns telefonisch unter +49 (0) 30 280 81 10 kontaktieren.