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Artissima, Turin | 07.11. - 09.11.2008

Wir möchten Sie gerne über unsere Präsentation auf der kommenden ARTISSIMA in Turin informieren.

07.11. - 09.11.2008
ARTISSIMA 15, TURIN


05.11. | Eröffnung Turin Triennale
06.11. | 12 Uhr Preview und Pressekonferenz
06.11. | 18 Uhr Eröffnung
07.11. | 21 Uhr Gala Dinner
07.-09.11. | Geöffnet von 11-20 Uhr

carlier | gebauer
Halle 3 | Lime Green Hall, Stand 7


Unsere Präsentation auf der diesjährigen ARTISSIMA konzentriert sich auf junge Künstler der Galerie.

SEBASTIAN DIAZ MORALES
ORACLE, 2007 | Present Future Section
Auf der Section Present Future zeigt Sebastian Diaz Morales die Videoinstallation "Oracle" von 2007. Die Doppelprojektion auf zwei, in einem flachen Winkel zueinander gestellten Screens nimmt Bezug auf J.G. Ballards These von der Zukunft als Verlängerung der Gegenwart. Indem die mentale Progression der Zeit aufgegeben wird, setzt Diaz Morales Bilder zusammen, die als ambivalente Zeichen für die Zukunft wie für die Gegenwart stehen - die Bilder werden ineinander geblendet und befördern stetig den Eindruck, dass man bereits in der Zukunft angekommen sei.
Neben dieser Videoinstallation zeigen wir auf unserem Stand mehrere Videoarbeiten aus Diaz Morales Serie "The Way between two points", 2008, die sich Texte aus Büchern und Zeitungen als kreatives Ausgangsmaterial vornimmt.

ROSA BARBA
Waiting Grounds, 2007
Wir freuens uns sehr, Rosa Barba's Arbeit “Waiting Grounds” erstmalig auf einer Messe präsentieren zu können. Der Film ist Teil einer Triologie, deren beiden anderen Teile "They Shine” und “Western Round Table” auf der Turino Triennale und derzeit in der Kunsthalle in Basel gezeigt werden.
"Waiting Grounds" ist eine 16mm Filminstallation, welche die Reise einiger Menschen durch eine Reihe verlassener Orte verfolgt. Ihre Dialoge, ihre Fragen zu der oft kaum mehr erkennbaren Funktion der verlassenen Architekturen, wechseln sich ab mit den Aufnahmen der Orte, die nie ausgeleuchtet, nie klar erscheinen, sondern stets in einem Raum zwischen Vergangenheit und möglicher Zukunft rangieren. Die Orte sind ehemalige militärische Testareale in der Mojave-Wüste in Kalifornien. Wie in vielen von Barbas Arbeiten kippt hier ein dokumentarisch erscheinender Ausgangspunkt in sich zunehmend fiktionalisierende Bilderwelten um.
Zeitgleich zur Artissima zeigen wir in unserem Berliner Projektraum Barbas Film "Outwardly from Earth's Center" (29.10 - 20.12.).

DAVID MALJKOVIC
Zusammen mit Rosa Barba zeigen wir auch Arbeiten von David Maljkovic, mit dem sie in diesem Jahr gemeinsam den Film “Handed Over” produziert hat. In Turin werden wir Gruppen aus der vielteiligen Arbeit "Lost Review" zeigen, die zuvor im Le Plateau in Paris zu sehen war. Maljkovic, der 1973 in Kroatien geboren wurde, beschäftigt sich in Filmen und Installationen mit der vergangenen Moderne des sozialistischen Jugoslawiens und deren Nachklang in der Gegenwart. Die Collagen zeigen aktuelle Aufnahmen des modernistischen Zagreber Messegeländes und kontrastieren sie mit zeithistorischen Architekturkritiken.

BOJAN SARCEVIC
Nach Bojan Sarcevics Einzelausstellung im Hamburger Kunstverein, die erstmalig alle 5 Filminstallationen der Arbeit „Only after Dark“ versammelte, zeigen wir in Turin ein skulpturales Exzerpt dieser Serie. Eine Vitrine enthält Elemente des Setting der Filme, Objekte aus unterschiedlichen Materialien, Dichte und Geometrie. welche in einen abstrakten und poetischen Zusammenhang gesetzt werden. Bojan Sarcevic wird im Frühjahr 2009 neue Filminstallationen in einer Einzelausstellung bei carlier | gebauer zeigen.

PABLO PIJNAPPEL
Von Pablo Pijnappel zeigen wir in Turin eine Fotografie, die er in einer kleinen Edition als Weiterführung seiner jüngsten Dia-Installation "Homer" produzierte. Weiter wird auch "A Dog in the Park" zu sehen sein, eine 81–teilige Diainstallation, die eine Serie von seinem Vater angefertigter Zeichnungen zeigt und diese mit einem von Pablo Pijnappel selbst produzierten Text verbindet. Diese Texte stellen eine weitläufige, sich immer weiter verallgemeinernde Narration her, die - wie typisch für Pijnappels Arbeiten - einen persönlichen Ursprung in seiner Familiengeschichte haben. Arbeiten von Pijnappel sind derzeit im Kunstverein in Stuttgart (bis 09.11.) und in Los Angeles in den Pitzer Art Galleries und LACE zu sehen (bis 01.02.2009).

Zudem zeigen wir Arbeiten von
Ernesto Caivano
Michel Francois
Paul Graham
Amy Sillman

Für weitere Fragen steht Ihnen die Galerie gerne zur Verfügung.
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FIAC PARIS | 23. - 26.10.2008

Wir möchten Sie gerne über unsere Präsentation auf der kommenden FIAC Paris informieren.

23.10. - 26.10.2008
FIAC PARIS


21.10. | 16 Uhr Preview Cour Carré
22.10. | 11 Uhr Preview Grand Palais
22.10. | 15 Uhr Professional Afternoon
22.10. | 17 Uhr Eröffnung
23.10. - 26.10. | Geöffnet von 12-20 Uhr

carlier | gebauer
Grand Palais | Stand D 24

t +49 171 46 830 77


Unsere Präsentation auf der diesjährigen Fiac konzentriert sich auf junge Künstler der Galerie:

David Maljkovic
Die zentrale Achse unseres Standes ist einer Installation von David Maljkovic gewidmet. Auf einer Stellwand ist einer Serie von 14 Collagen aus der mehrteiligen Arbeit "Lost Review" gehängt, die zuvor im Le Plateau in Paris zu sehen war. Maljkovic, der 1973 in Kroatien geboren wurde, beschäftigt sich in Filmen und Installationen mit der Moderne des sozialistischen Jugoslawiens und seinem Nachklang in der Gegenwart. Die Collagen zeigen aktuelle Aufnahmen des modernistischen Zagreber Messegeländes und kontrastieren sie mit zeithistorischen Architekturkritiken.

Bojan Sarcevic
Nach Bojan Sarcevics Einzelausstellung im Hamburger Kunstverein, die erstmalig alle 5 Filminstallationen der Arbeit „Only after Dark“ versammelte, zeigen wir ein skulpturales Exzerpt dieser Serie auf der Messe. Eine Vitrine enthält das Setting des Films. Objekte aus unterschiedlichen Materialien, Dichte und Geometrie werden in einen abstrakten und poetischen Zusammenhang gesetzt. Wie schon bei Maljkovic wird so durch visuelle Anklänge der Moderne der Eindruck erweckt, man betrachte einen Nachklang einer vergangenen Zeit. Bojan Sarcevic wird im Frühjahr 2009 neue Filminstallationen in einer Einzelausstellung bei carlier | gebauer zeigen.

Paul Pfeiffer
"Four Horsemen of the Apocalypse" ist Pfeiffer’s berühmt gewordene Fotoserie, die er in Anlehnung an Albrecht Dürer´s gleichnamige Holzschnitte produzierte. Die Arbeiten zeigen einzelne Baskettballspieler auf dem Spielfeld, von allen Identifikationsmerkmalen befreit, in triumphalen Posen. Die grossformatigen Fotografien decodieren die Sportarenen als Orte religiöser Verehrung und ihre Protagonisten als Heilige. Auf der Messe zeigen wir vier Arbeiten dieser Serie. In unseren Berliner Räumen ist aktuell noch seine dritte Einzelausstellung zu sehen (bis 18.10.). Darüber hinaus wurde eine umfassende Überblicksschau seiner Werke im MUSAC, Léon in Spanien eröffnet (bis 11.01.2009).

Przemyslaw Matecki
Der junge Warschauer Maler Przemyslaw Matecki konstruiert seine Bilder um und über fotografische Vorlagen. In seinen Übermalungen sind es zumeist Seiten aus Hochglanzmagazinen, auf deren Untergrund er zwischen massiven, ungegenständlichen Farbschichtungen Ausblicke auf Ikonen der Populärkultur freigibt. Seine Leinwände hingegen kehren dieses Verhältnis um. Auf ihnen befestigt er gefundene Fotografien unbekannter Privatpersonen und beginnt die Malerei um diese herum immer weiter zu intensivieren, bis sie eine Richtung gefunden hat und ihre Farbverläufe den Fotografien und gefundenen Materialien einen neuen Zusammenhalt geben. Am 28. Oktober eröffnet bei carlier | gebauer die erste Einzelausstellung dieses Künstlers innerhalb Deutschlands (bis 20.12.).

Tomasz Kowalski
Neben Matecki zeigen wir auch neue Arbeiten von Tomasz Kowalski. Kowalski, 1984 in Szczebrzeszyn in Polen geboren, studiert seit 2003 an der Akademie der Künste in Krakau. Seine Malerei zeigt Bilderwelten, die mit dem ikonographischen Repertoire der Kunstgeschichte irritierende Narrationen erzeugen. Pieter Bruegels Eisläufer, Oskar Schlemmers Bauhaustänzer, der Blumenstrauß der flämischen Meister oder Bäume von Paul Klee sind Motive, die Kowalski zu neuen, surrealen Ordnungen zusammenstellt. Anleihen bei den Naiven und bei niederländischen Trompe-l’œil Werken des 17. Jahrhunderts legen technische Referenzen aus, während Kowalskis Bild-Im-Bild-Doppelungen und das Selbstzitat die sampelnde Ikonographie des Künstlers verdichten. Das Zitat aus der Geschichte funktioniert dabei als ein Einstiegsmoment in das Bild, als ein Hinweis auf das Vergehen der Zeit, auf die zirkulären Kreisläufe von Leben und Tod und damit auf das Entstehen und Vergehen der Ikonen und Bilder.
Kowalski wird auf der diesjährigen ART BASEL Miami Beach mit einem ART KABINETT vertreten sein.

Pablo Pijnappel
Von Pablo Pijnappel zeigen wir auf der FIAC eine Fotografie, die er in einer kleinen Edition als Weiterführung seiner jüngsten Dia-Installation "Homer" produzierte. Weiter wird auch "A Dog in the Park zu sehen sein, eine 81 –teilige Diainstallation, die eine Serie von seinem Vater angefertigter Zeichnungen zeigt und diese mit einem von Pablo Pijnappel selbst produzierten Text verbindet. Diese Texte stellen eine weitläufige, sich immer weiter verallgemeinernde Narration her, die, wie typisch für Pijnappels Arbeiten, einen persönlichen Ursprung in seiner Familiengeschichte haben. Arbeiten von Pijnappel sind derzeit im Kunstverein in Stuttgart (bis 09.11.) und in Los Angeles in den Pitzer Art Galleries und LACE zu sehen (bis 01.02.2009).

Weiter zeigen wir Arbeiten von
Ernesto Caivano
Michel Francois
Marcellvs L.
Erik Schmidt
Kailiang Yang

Für weitere Fragen steht Ihnen die Galerie gerne zur Verfügung.
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NEWSLETTER | abc - art berlin contemporary 05.09. 07.09.2008

Im Rahmen der abc - art berlin contemporary zeigen wir Arbeiten von Aernout Mik und
Marcellvs L.

abc - art berlin contemporary
AERNOUT MIK | Raw Footage
MARCELLVS L. | untitle:rope

Eröffnung am 4. September, 18-22 Uhr
Postbahnhof am Gleisdreieck
Luckenwalderstr. 4-6, 10963 Berlin

Aernout Mik
Raw Footage, 2006
dig. video on DVD, loop
Für die Arbeit Raw Footage, 2006 arbeitete Aernout Mik zum ersten Mal mit "gefundenem" Videomaterial. Aus den Archiven grosser Fernsehsender filterte er in intensiver Recherchearbeit nicht gesendete Szenen der Jugoslawienkriege heraus. Gerade diese von der Öffentlichkeit nicht registrierten Aufnahmen zeigen die brutale Absurdität der Kriegsschauplätze, deren stetiger Umschlag von Aggression in Banalität die eigentliche Verunsicherung des Betrachters produzieren. Tote Ziegen, Soldaten beim Essen, Kinder mit Holzgewehren, Massenaufläufe, rennende Zivilisten. All diese Bilder wurden von Aernout Mik seziert, rekombiniert und in einer Doppelprojektion montiert. Mit besonderer Intensität zeigt uns Mik in dieser Arbeit die Aufgaben und Wahrnehmungskonsequenzen von Ordnungsstrukturen, die Vielschichtigkeit der in ihnen ausgedrückten Machtverhältnisse und deren Umkehr: der Zerfall der Welt in einen absurden, brutalen und scheinbar besinnungslosen Taumel.
Miks absonderliche Szenarien liefern keine klaren Narrationen. Vielmehr wird in ihnen Ordnung immer wieder von Ausschweifung, Macht immer wieder von Vakuum abgelöst. Scheinbar körperlos schwebt die Kamera durch die Absurdität der bröckelnden Realitäten die Mik aufzeichnet. Wie ein Ethnograf berichtet er von den bizarren Ausläufern unserer gewaltvoll politisierten Welt.
Der niederländische Künstler Aernout Mik wurde 1962 in Groningen geboren. Er stellte unter anderem im Stedelijk Museum, Amsterdam, 2002, dem Ludwig Museum, 2004, Köln, The New Museum of Contemporary Art, New York, 2005, dem Kunstverein Hannover, 2007 und dem Hamburger Bahnhof in Berlin aus. 2007 vertrat er die Niederlande bei der Kunstbiennale in Venedig. 2009 wird das Museum of Modern Art in New York eine umfassende Werkschau veranstalten.

Marcellvs L.
untitle:rope, 2006
MiniDV transferred to DVD, synchronised 2-channel projection
77 min (loop)
ed. 3 + 2 a.p.
In Marcellvs L.s Videoarbeit Untitle:Rope hebt sich ein Seil immer wieder leicht aus der Strömung eines Ozeans und versinkt kurz danach wieder in ihm. Es scheint angezogen zu werden, doch der Fokus der Kamera ist so eng gewählt, dass der Zuschauer lediglich diesen sich hebenden Teil des Seils erkennen kann. Meist nicht einmal diesen, sondern nur den Strom, in den es absinkt. Der Grund der Bewegung ist nicht eindeutig erkennbar. Nähert man sich der Projektion, erschließt sich ihr zweiter Teil, ihre spiegelbildliche Fortsetzung auf der abgewandten Seite der Raumecke. Projiziert auf bestehende Architekturen, konzipiert als Überblendung der Aussenecke eines Raumes, täuscht Untitle:Rope den Betrachter und nutzt die Architektur um diesen Spiegeleffekt zu unterstreichen. Das Seil, das man im Einzelbild zwischen etwa einem Boot und einem Anker vermuten könnte, erscheint durch die Spiegelung wie selbstbewegt. Vermeintlich läuft es auf der Raumecke zusammen, und scheint von ihr aus angezogen zu werden. Die Tonspur des Videos unterstützt diese Irritation. Von Marcellvs aufgenommen an einem Punkt außerhalb des Blickfeldes des Betrachters, unter Wasser, am realen Ankerpunkt des Seils, ist auch sie gespiegelt. Ihre Frequenzen steuern in beiden Projektionen gegeneinander. Se verlaufen nicht synchron mit der Bewegung des Seiles sondern wurden ausgetauscht.
Marcellvs L.s Videoarbeiten setzen mikrologische Konzentrationen zusammen, in denen die einzelnen Elemente, von ihrem alltäglichen Nutzen entfremdet, ihre eigene Zeit zu erschaffen scheinen. Es existiert keine äußere Funktion, sondern nurmehr der von Marcellvs erschaffene Zusammenhang objektbezogener Temporalität.
Marcellvs L. (*1980 in Belo Horizonte/Brasilien, lebt in Berlin) ist Ars Viva und GASAG Preisträger 2008. Am 10. September eröffnet die Ausstellung der GASAG-Kunst- und Förderpreisträger in der Berlinischen Galerie. In diesem Jahr sind seine Arbeiten auf der Art Unlimited in Basel, in der Ausstellung „Vertrautes Terrain – Aktuelle Kunst in/über Deutschland“ im ZKM in Karlsruhe, auf der 16. Biennale in Sydney, der PhotoEspaña Madrid und in der Ausstellung “Rendez-vous Nowhere“ des Montehermoso Cultural Center zu sehen.

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NEWSLETTER | 07. - 09.2008

Nach unserer Eröffnung mit Paul Graham und Pablo Pijnappel möchten wir vor der Sommerpause noch auf ausgewählte Ausstellungen unserer Künstler hinweisen und Ihnen bei dieser Gelegenheit eine schöne Urlaubszeit wünschen.

Bojan Sarcevic wird erstmalig alle Filminstallationen aus der Serie "Only after Dark" im Kunstverein in Hamburg präsentieren (04.07. - 21.09.2008).
Ernesto Caivano wird am 03.07. seine Ausstellung "Echo Gambit" bei White Cube in London eröffnen (bis 30.08.2008).
David Maljkovic wird in diesem Sommer eine Installation aus Collagen im Le Plateau in Paris zeigen (18.07. - 17.08.2008).
Pablo Pijnappel wird am 04.07. mit dem niederländischen Charlotte Koehler Preis 2008 ausgezeichnet. Als weiteren Preisträger dieses Jahr dürfen wir Marcellvs L. nennen, dessen Arbeit mit dem GASAG Kunstpreis 2008 und einer damit verbundenen Ausstellung in der Berlinischen Galerie geehrt wird (10.09. - 20.10.2008).
Aktuell wird Ryan Trecartin in der Ausstellung "Freeway Balconies", kuratiert von Collier Schorr in der Deutschen Gugggenheim in Berlin vertreten sein (05.07. - 21.09.2008). Im Oktober werden wir eine Installation des jungen Amerikaners erstmalig bei uns zeigen.
Und schliesslich wird Mark Wallingers erste große Einzelausstellung nach dem Turner Prize im Aargauer Kunstverein in der Schweiz eröffnet (31.08. – 16.11.2008).

Die Galerie wird vom 04. - 17.08. nicht besetzt sein. Nach der Sommerpause werden wir am 05.09. mit Paul Pfeiffer die neue Saison eröffnen. Zeitgleich werden wir vom 04.09. - 07.09. auf der Premiere der "abc - Art Berlin Contemporary" mit Videoinstallationen von Aernout Mik und Marcellvs L. vertreten sein.

Weitere aktuelle Ausstellungen unserer Künstler finden Sie wie gewohnt auf unserer Website unter carliergebauer.com/de/newsletter.

Für weitere Fragen steht Ihnen die Galerie gerne unter zur Verfügung.
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ART 39 BASEL | 04.06. - 08.06.2008

02.06. | 13-19 Uhr Eröffnung Art Unlimited
03.06. | 17-19 Uhr Vernissage
06.06. | 11-13 Uhr Professional Day
04.06. - 08.06. | Geöffnet von 11-19 Uhr

STAND A5 Halle 2.1
t+49 170 183 9900

Aernout Mik
Erstmalig und Dank neuer Projektionstechnik zeigen wir die Videoinstallation "Scapegoats" von Aernout Mik auf einem Messestand. Sie war bereits im holländischen Pavillon auf der Biennale in Venedig 2007 zu sehen. Wie in allen Arbeiten von Mik, gibt es weder Ton noch Narration. Scapegoat zeigt ein Stadion voller Menschen im Schock oder in der Aufregung des Ausnahmezustands, wie nach einer Naturkatastrophe, wie wir sie in China oder New Orleans erlebt haben. Das Szenario schwankt zwischen Evakuierung und Internierung - im Verlauf des Films werden erst Opfer wie Gefangene von Militärs bewacht, dann wechseln Bewacher und Bewachte die Seiten.

Bojan Sarcevic
Die neuen Skulpturen stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit den im vergangenen Jahr entstandenen Filmen "Only After Dark". Alle fünf Filme werden erstmalig gemeinsam im Kunstverein in Hamburg im Juli zu sehen sein. Die Arbeiten in Basel stellen bühnenartige Settings von Objekten dar, welche in Material und Geometrie leicht variieren und in ihrer Einfachheit eine vielschichtige Schönheit entfalten. Die fragilen Bühnen gleichen dreidimensionalen Landkarten, auf denen Objekte mit verschiedenen Volumen, Materialien und Oberflächen positioniert sind. Auch in diesen Arbeiten zeichnet sich Sarcevics Auseinandersetzung mit der Moderne ab, welche die formalen Errungenschaften um eine komplexe Poesie erweitert.

Paul Graham
Zum Professional Day werden wir die Hälfte unseres Standes einer 15-teiligen Photoarbeit aus Paul Grahams jüngster Serie "A shimmer of possibility" widmen. Die aufwendige, im vergangenen Jahr im Steidl-Verlag dazu erschiene Edition werden wir ebenfalls präsentieren. Die Präsentation steht im Zusammenhang mit der zweiten Einzelausstellung von Paul Graham in Berlin, welche am 13. Juni in unserer Galerie eröffnet wird. Grahams Arbeit bewegt sich zwischen einfühlender Dokumentation und Sachlicher Photographie. "A shimmer of possibilty" ist ein groß angelegtes Porträt der USA des 21. Jahrhunderts, dass sich von Anton Chekhovs Zitat geleitet mit formaler Ökonomie, mit nur wenigen Aufnahmen dem Moment nähert. Grahams Werk wird 2009 im Kunstmuseum Folkwang in Essen und 2010 in der Whitechapel Gallery London mit einer umfassenden Retrospektive gewürdigt.

Erik Schmidt
Nachdem wir mit Erik Schmidts Ausstellung "Working the landscape" unsere neuen Galerieräume eröffnet haben, werden wir eine neue Arbeit von ihm in Basel präsentieren. Die Malerei handelt vom Heiligen Land, von Landschaft und von der Sehnsucht nach einem Ort. Schmidt findet in der Landschaft Israels oder in der archaischen Bewirtschaftung der Olivenhaine Codes für universelle Bilder, wie schon zuvor mit den Bildern über die Jagd und die Ästhetik der ihr eigenen Gesellschaft.

Sebastian Diaz Morales
Nach der monumentalen Präsentation von Sebastian Diaz Morales auf der Art Unlimited 2007, zeigen wir auf unserem Stand dieses Jahr intimere Arbeiten des argentinischen Künstlers. Fragile Videoboxen zeigen eine Hand beim Schreiben eines Textes, und thematisieren auf poetische Weise die Wahrnehmung von Film und geschriebener Sprache. Diaz Morales ist in diesem Jahr auf einer Ausstellungstour mit jungen Videokünstlern mit der von Hermès gesponserten "H-Box" im MUSAC, Leon im MUDAM in Luxembourg und in der Tate Modern in London zu sehen.

Tomasz Kowalski
Die Arbeiten des Polen Tomasz Kowalski haben mit seiner ersten Präsentation in unserer Galerie hohe Aufmerksamkeit erfahren. Kowalskis künstlerisches Werk ist von einem erfrischenden Antimodernismus geprägt, der mit zahlreichen Referenzen aus der Kunstgeschichte spielt und die westeuropäische Diskurstradition vermeidet. Bei dem jungen Künstler, der noch an der Akademie der Künste in Krakau studiert, geht es um das Vergehen der Zeit und um das Entstehen und Deklinieren einer privaten Ikonographie aus der eigenen Tradition der galizischen Buchillustration und aus den Tiefen der Geschichte. In Basel werden wir zwei Malereien und Arbeiten auf Papier von ihm zeigen.

Kaliang Yang
Die neuen Malereien von Kailiang Yang setzen seine präzisen wie melancholischen Studien aus Hamburg und Berlin fort. Die geschwungenen Formen der Elbbrücke, die Lichter der Transitautobahn und ein Sommerregen sind bekannte Motive, die Yang wieder in faszinierende, konzeptuelle Malerei übersetzt. Kailiang Yang verbindet in seinem Werk die eigene Tradition der chinesischen Landschaftsmalerei mit der europäischen der Abstraktion. Seine Malerei schafft dabei eine unheimliche Präsenz der Dinge trotz ihres Aufgehens in der Abstraktion.

Amy Sillman
Nach Sillmans Ausstellung im Hirschhorn Museum im Februar 2007 ist es uns eine besondere Freude, eine Arbeit der Künstlerin aus New York in Basel zeigen zu können.

Pablo Pijnappel
Erstmalig können wir die Dia-Arbeit "A Dog in the Park" auf einer Messe zeigen. 81 Dias, Zeichnungen seines Vaters verbindet Pijnappel mit eigenen Texten, die eine Narration ganz allgemeiner Natur "A Dog in the Park" herstellen, obwohl sie gleichermaßen einen zutiefst persönlichen und für Pijnappel typischen Ursprung in seiner Familiengeschichte haben.
Pijnappel war vor kurzem in der Kadist Art Foundation in Paris zu sehen und wird im Juni seine neue Arbeit "Homer" im Projektraum unserer Galerie vorstellen.

Marcellvs L. | Art Unlimited | Stand C6
Marcellvs L.´s Videoinstallation auf der Art Unlimited simuliert die Idee und das Erleben von Gravitation. Eine Projektionsfläche, die horizontal knapp über dem Kopf des Betrachters schwebt, zeigt den Blick vom Boden eines Swimmingpools auf seine Wasseroberfläche. Nach und nach tauchen Menschen in den Pool und schweben im Wasser. Wie schon in früheren Arbeiten, spielt auch hier der Sound eine wichtige Rolle: tiefe Bassfrequenzen geben den Eindruck wieder, sich tief im Wasser zu befinden und erzeugen gleichermaßen eine Atmosphäre der Schwerelosigkeit und Klaustrophobie. Neben dieser Videoinstallation werden wir eine kleinere Videoarbeit von Marcellvs L. auf dem Stand zeigen. Marcellvs L. hat in diesem Jahr den Ars Viva Preis und den GASAG Kunstpreis gewonnen.

Michel François | Art Unlimited | Stand H3
Ein Käfig aus vergoldetem Stahl, behängt mit Kleidungsstücken markiert einen Raum. Die Kleidung, die wie verlorene Haut im Gitter hängt, erinnert an den ambivalenten Käfig, der entweder das Ziel oder den Beginn einer Flucht darstellt. Darauf Bezug nehmend werden wir eine Skulptur von François auch auf unserem Stand zeigen. Der belgische Künstler wird 2009 mit einer Retrospektive im SMAK in Gent geehrt werden.

Für weitere Informationen steht Ihnen die Galerie gerne zur Verfügung.
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NEWSLETTER | 06. - 09.2008

Nach dem gelungenen Galerienwochenende und der Eröffnung unserer neuen Galerieräume mit Erik Schmidt, Tomasz Kowalski und Marcellvs L. möchten wir die Zeit vor Basel nutzen, Ihnen einen kurzen Überblick über die Aktivitäten der Galerie und der Künstler in den kommenden Monaten zu verschaffen.

Wir freuen uns sehr, die Zusammenarbeit mit David Maljkovic bekannt zu geben. Arbeiten und Installationen von David Maljkovic (*1973) waren 2007 in Ausstellungen im P.S.1 in New York und im Kunstverein Hamburg zu sehen. 2008 stellt David Maljkovic auf der 5. Berlin Biennale, im Le Plateau in Paris, im Kunstverein Nürnberg und im Stedelijk Museum in Amsterdam aus.
Ein weiterer Anlass zur Freude ist, dass Julie Mehretu ihr Studio für die kommenden Jahre nach Berlin verlegt hat.
Marcellvs L. hat den GASAG Kunstpreis 2008 gewonnen. Der Preis beinhaltet neben dem Ankauf eines Werks einen umfangreichen Katalog und eine Ausstellung in der Berlinischen Galerie. Die Eröffnung findet am 21.08.2008 statt.

Auf der kommenden Art 39 Basel werden wir uns auf Arbeiten von Paul Graham, Tomasz Kowalski,Aernout Mik, Paul Pfeiffer, Pablo Pijnappel, Bojan Sarcevic, Erik Schmidt, Amy Sillmann und Kailiang Yang konzentrieren. Auf der Art Unlimited werden Michel François und
Marcellvs L. neue Werke vorstellen.
Nach Basel eröffnen wir am 13.06. mit Paul Graham und Pablo Pijnappel. Paul Graham wird erstmalig neue Arbeiten aus dem Zyklus "A Shimmer of Possibility" zeigen. Pablo Pijnappel wird im Projektraum seine neue Arbeit "Homer" vorstellen.

Auf folgende Ausstellungen unserer Künstler in diesem Sommer möchten wir besonders hinweisen:

Luc Tuymans Retrospektive von Werken aus den letzten 30 Jahren wird in der Ausstellung "Come and See" in der Zacheta National Gallery of Art in Warschau (30.05. - 17.08.2008) zu sehen sein.
Janaina Tschaepe wird im Irish Museum of Modern Art in Dublin eine umfangreiche Einzelausstellung haben (25.06. - 28.09.2008).
Bojan Sarcevic wird erstmalig seine gesamten letzen Filminstallationen der Serie "Only after Dark" im Kunstverein in Hamburg präsentieren (05.07. - 21.09.2008).
Mark Wallingers erste große Einzelausstellung nach dem Turner Prize wird im Aargauer Kunstverein in der Schweiz stattfinden (31.08. – 16.11.2008).
Paul Pfeiffer wird im September 2008 eine Retrospektive seines Werks im MUSAC in Leon, Spanien zeigen.
Marcellvs L. und Paul Pfeiffer werden auf der Biennale in Sydney vertreten sein (18.06. – 07.09.2008).

Weitere aktuelle Ausstellungen unserer Künstler findest Du wie gewohnt auf unserer Website unter www.carliergebauer.com/de/newsletter.html.
Nach der Sommerpause im August werden wir am 05.09. mit Paul Pfeiffer die neue Saison eröffnen. Zeitgleich werden wir vom 04.09. - 07.09. auf der Premiere der "abc - Art Berlin Contemporary" vertreten sein.

Für weitere Fragen steht Ihnen die Galerie gerne zu Verfügung.

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NEUE RÄUME
Pressemitteilung

Wir freuen uns sehr, den Umzug in neue Räume anzukündigen. Ab Mai 2008 befindet sich die Galerie in der

Markgrafenstrassse 67
10969 Berlin
Deutschland

Die 800 Quadratmeter große Galerie inmitten des wichtigsten Berliner Galeriezentrums hat die Dimensionen einer Kunsthalle. Die Ausstellungsfläche umfasst neben den zwei Räumen mit natürlichem Oberlicht für die Hauptausstellung einen Projektraum, einen Showroom sowie einen Medienraum, welcher zu einer Cinemathek ausgebaut wird,in dem wir Arbeiten und Dokumentationsfilme unserer Videokünstler zeigen und Künstlergespräche führen werden. Der programmatische Anspruch dieses Raumes ist die intensive Vermittlung und Betonung der Ausrichtung der Galerie auf installative Video- und Filmarbeiten.

Die Eröffnung des neuen Standortes wird zum Berliner Galerienwochenende am 2. Mai 2008 stattfinden. Die Hauptausstellung gehört Erik Schmidt, welcher erstmals neue Arbeiten aus dem Zyklus "Working the Landscape" vorstellt. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation. Im Medienraum präsentiert Marcellvs L. die Videoinstallation „52°30'50.13" N 13°22'42.05" E“. Den ersten Auftritt in unserer Galerie hat der Krakauer Künstler Tomasz Kowalski mit Malerei und Skulptur im Projektraum.

Für die nächsten 12 Monate sind Ausstellungen mit Paul Graham, Janaina Tschäpe, Ryan Trecartin, Paul Pfeiffer und Bojan Sarcevic in Planung. Für den Projektraum sind u.a. Pablo Pijnappel, Whitney Bedford und Przemek Matecki eingeladen.

Das Büro der Galerie ist bis Ende April 2008 noch in der Holzmarktstrasse zu erreichen:
Holzmarktstrasse 15-18, Bogen 49
D-10179 Berlin

Alle Emailadressen und Telefonnummern bleiben unverändert.
t +49 30 24 00 863 0
f +49 30 24 00 863 33
mail[at]carliergebauer.com

Für weitere inhaltliche Informationen steht Philipp Selzer unter
zur Verfügung.
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